Woran erkennt man einen guten Osteopathen?

In Deutschland dürfen ausschließlich HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium mit mindestens 1350 Stunden die Osteopathie ausüben. Die Grundlagen der osteopathischen Arbeit sind fundierte Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des Menschen sowie die Wechselwirkungen der einzelnen Körpersysteme. In der Ausbildung wird großer Wert auf die Schulung der Fähigkeit gelegt, mit den Händen die unterschiedlichen Körpergewebe unterscheiden zu können und Spannungen, Eigenbewegungen und Energien zu erfühlen. Die osteopathische Diagnose, nach der sich auch die Behandlung richtet, umfasst alle Zusammenhänge im Körper und ihre Bedeutsamkeit für die Rückkehr in den natürlichen Balancezustand. Eine OsteopathIn begibt sich somit stets auf die Suche nach den tieferliegenden Ursachen von Symptomen und geht damit über den Blick auf die offensichtlichen Beschwerden hinaus. Bestimmte Emotionen und geistige Einstellungen gehen mit spezifischen Gewebespannungen einher und liefern den TherapeutInnen wertvolle Informationen über den Gesamtzustand des Menschen. Dabei bedienen sie sich der sogenannten zuhörenden Palpation. Durch die bewusste Berührung und das offene Lauschen mit den Händen kann die PatientIn wieder in Kontakt mit den in den Geweben gespeicherten Erlebnissen und Traumata kommen. In diesem Prozess der Bewusstwerdung werden Körper und Geist in die Lage versetzt, sich selbst zu heilen und notwendige Korrekturen vorzunehmen.