Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist ein manuelles Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, das sich mit dem Bewegungsapparat, Organen und Körpergeweben befasst. Die Wechselwirksamkeit aller Organsysteme des Körpers steht im Mittelpunkt der osteopathischen Betrachtung. Auch seelische und geistige Aspekte zählen zu diesem ganzheitlichen Ansatz. Durch osteopathische Techniken können Bewegungseinschränkungen aufgehoben werden, die mit den Beschwerden des Patienten in Zusammenhang stehen. Auf diese Weise kommt der Organismus wieder in Bewegung, mit dem Ziel, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, die u. a. durch das vegetative Nervensystem beeinflusst werden. OsteopathInnen greifen auf umfassendes praktisches Wissen im Bereich Anatomie, Physiologie, Neurologie und Pathologie zurück.

„Du, in deiner Ganzheit aus seelischen, geistigen und körperlichen Aspekten, stehst im Mittelpunkt dieser “berührenden” manuellen Medizin.“

Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?

In der ersten Sitzung nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Anamnese. Wir betrachten alle Aspekte, die Einfluss auf dich, deine Gesundheit und deine Beschwerden haben. Zu diesen zählen u. a. folgende Bereiche: Bekannte Vorerkrankungen, Medikamente, Operationen, Unfälle, Kieferchirurgische- und/oder zahnärztliche Maßnahmen, Ernährung, Bewegung, Stressfaktoren, usw. Im Anschluss folgt die osteopathische Untersuchung (in jeder neuen Sitzung), die hauptsächlich über die Hände erfolgt. Diese umfasst u. a. die visuelle Betrachtung des Körpers hinsichtlich Haltung und Muskelspannung, die Prüfung der Beweglichkeit und Stellung der Gelenke, sowie das Fühlen der Gewebebeschaffenheit der Faszien, Ligamente, Lymphknoten, Position der Organe, etc. Tests zur Bewertung der neurologischen Ansprechbarkeit von Muskeln ergänzen die Untersuchung und können Hinweise auf funktionelle Zusammenhänge der Organsysteme geben. Während bzw. nach der Behandlung erkläre ich die von mir gewählten Behandlungstechniken und deren individuellen Nutzen.   

Wie lange dauert eine osteopathische Behandlung?

Eine Behandlung in meiner Praxis dauert in der Regel 60 Minuten. Bei akuten Beschwerden reichen häufig 1 bis 3 Sitzungen mit einem Abstand von 2 bis 3 Wochen. Bei chronischen Beschwerden vergrößert sich der Abstand zwischen den Sitzungen auf 5 bis 6 Wochen und die Anzahl der Sitzungen ist abhängig vom Beschwerdebild und deiner Mitwirkung.

Wie bereite ich mich auf eine osteopathische Behandlung vor?

Auf deine osteopathische Behandlung kannst du dich gut vorbereiten, indem du dir bereits im Vorfeld Gedanken zu deiner Krankheitsgeschichte machst und auflistest, was bisher wichtige Meilensteine in den o. g. Bereichen waren. Auch sehr alte Verletzungen oder die Art und Weise, wie du zur Welt gekommen bist, können wichtige Hinweise auf die Ursache deiner Beschwerden liefern. Bitte bring zu deinem ersten Termin außerdem alle Laborbefunde, Arztberichte und z. B. Röntgenaufnahmen mit. Ich bitte dich, zu jeder Sitzung ein großes Handtuch mitzubringen und empfehle dir, bequeme Kleidung zu tragen. Lass dir von deinem Hausarzt oder Orthopäden ein Privatrezept mit der Empfehlung für Osteopathie ausstellen. Diese benötigst du für die Abrechnung mit der Krankenkasse zusammen mit der Rechnung, die ich dir unmittelbar nach der Behandlung ausstelle.

Was ist nach der osteopathischen Behandlung zu beachten?

Ich empfehle meinen PatientInnen, nach der Behandlung auf mögliche Veränderungen in der Zeit zwischen den Terminen zu achten. Häufig waren, neben den körperlichen Veränderungen, auch Veränderungen im mentalen und emotionalen Bereich zu verzeichnen.

Mögliche Nebenwirkungen, die unmittelbar nach der Behandlung auftreten können:

Schwindel von kurzer Dauer, Frieren, Muskelkater, eine Erstverschlimmerung deiner Symptome für maximal 2 Tage. Diese Zeichen sind aus osteopathischer Sicht zu begrüßen, da sie die Reaktion deines Körpers auf die Behandlung zeigen, nach der sich eine Regulation einstellen kann.

Was kann ich selbst tun?

Du selbst bist es, der heilt. Meine Leidenschaft als Osteopathin ist es, dich in deiner Selbstwirksamkeit zu unterstützen. In einer sanften Praxis aus Körperwahrnehmung, Atmung und Bewegung, lernst du bewusst Stress abzubauen, deine Beweglichkeit zu verbessern und deine Selbstheilungskräfte zu stärken. Dein eigener Körper ist dabei dein wichtigster Mentor und Begleiter und die Übungen in deinem Alltag leicht umsetzbar.