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Wenn ich in der letzten Woche in mein Herz spürte, bemerkte ich häufig eine leichte Unruhe, eine Art Spannung, die sich vom Zentrum meines Brustkorbs auf meinen ganzen Körper übertrug. Wie ein leises Flattern, das mich auch in Gedanken nicht zur Ruhe kommen ließ und meine Emotionen aufwühlte. 

Meine Arbeit und eigene Praxis helfen mir dann selbst sehr. Einerseits dabei, diese feine Wahrnehmung meines Körpers und wie es ihm geht zu kultivieren, andererseits zu verstehen, was da gerade vor sich geht und in diesem Moment selbst für mich sorgen zu können.

Unser Herz ist viel mehr, als das Organ, das Blut durch unseren Körper pumpt. Auf energetischer und physikalischer Ebene bringt es durch seinen stetigen Rhythmus einen Sinn von Ordnung und Regulation in unser gesamtes System. So beeinflusst sein Schlag zum Beispiel unser zentrales und autonomes Nervensystem ebenso, wie unser Immun-, Hormon- und Atmungssystem. Es ist in der Lage, eine systemweite Kohärenz herzustellen, die bis in jede einzelne Zelle reicht und dessen elektromagnetisches Feld auch noch nachgewiesen die Menschen in unserer Umgebung beeinflussen kann. 

Doch um zum Beginn zurückzukehren: Seine Aufgabe in der physiologischen Stressreaktion ist es, die Botschaft von Gefahr an den gesamten Organismus zu melden, so dass dieser sich bereit machen kann, entsprechend auf die Bedrohung zu reagieren. Dies ist deutlich zu spüren, wenn dir „das Herz bis zum Hals“ schlägt. 

Wie in meinem Fall, muss keine echte Gefahr drohen, damit das Herz diese Nachricht von Panik verbreitet. Wurde unser Körper zu früheren Zeitpunkten dabei unterbrochen, ordnungsgemäß mit einer Bedrohung umzugehen und der Zustand von Kohärenz konnte nicht wiederhergestellt werden, hinterlässt das Spuren in unserem Nervensystem. Subtile Angst, Unsicherheit bis hin zu Panikattacken und Störungen in den Rhythmen des Körpers (Schlaf, Menstruation, Atmung, …) äußern sich häufig als Symptome. 

Es gibt verschiedene Wege, den „friedensbringenden“ Rhythmus zwischen Aktivierung (Sympathikus) und Entspannung (Parasymathikus) zu fördern. Eine einfache Methode ist, in dein Herz zu atmen. Lege zur Unterstützung dazu deine Hand auf die Mitte deiner Brust, dort wo der feste Knochen – dein Brustbein – zu spüren ist. Nimm die Dichte dieses Gewebes für einen Moment unter deiner Hand wahr. Hinter seinem knöchernen Schutz liegt dein physisches Herz verborgen. Dann beginne durch dein Herz zu atmen, bis du spürst, dass es sich beruhigt. Wie auch dein Atem weicher fließt, deine Schultern vielleicht sinken können und du mehr „zu dir“ kommst. 

Ich wünsche dir, dass dein Herz die Botschaft von Ruhe und Frieden in dein Leben trägt. ♥️

Von Herzen,
Deine Michaela 

Wenn du dich für meine Arbeit als Osteopathin interessierst, komm auf meine Seite www.michaelakompernass.de